[Rezension] Ava Reed – Wir fliegen, wenn wir fallen

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Autorin: Ava Reed
Genre: Roman
Verlag: Ueberreuter
Seiten: 304 (Print Ausgabe);
Dateigröße: 2623KB
Format: Kindle Edition
Erscheinungsdatum: 17.02.2017

 

Zum Inhalt:
Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten Zeit für sie.

Eine Liste mit zehn Wünschen.
Ein letzter Wille.
Und zwei, die ihn gemeinsam erfüllen sollen.
Das ist die Geschichte von Yara und Noel

Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten … So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.

*

Das Cover ist unglaublich schön. Ich muss es mir immer wieder ansehen. Nachdem ich das Buch gelesen habe ist mir aufgefallen, dass das Cover quasi die komplette Geschichte widerspiegelt.
„Wir fliegen, wenn wir fallen“ ist mein erstes Buch von Ava Reed, auch wenn ich vorher schon viel über ihre Bücher gehört habe.
Mit ihrem wunderbaren, flüssigen und sehr gefühlvollen Schreibstil, hat Ava mich von Anfang an in den Bann dieser Geschichte gezogen. Ich habe dieses Buch begonnen zu lesen und habe es nicht mehr aus der Hand gelegt.

Die Hauptcharaktere, Yara und Noel, scheinen unterschiedlicher nicht sein zu können. Yara ist ein einsames Mädchen, die in ihrem Leben schon einiges miterleben musste. Geplagt von Albträumen meistert sie ihr Leben und kämpft sich Tag für Tag durch. Noel wirkt anfangs sehr unfreundlich, vor allem Yara gegenüber. Auch er hat einen harten Schicksalsschlag hinter sich und begegnet allem und jedem erst einmal mit Misstrauen.
Was beide allerdings vereint ist, dass sie verlernt haben, glücklich zu sein.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Yaras und Noels Sicht erzählt. So schafft es Ava, uns als LeserInnen sehr tief in die Gefühlswelt der Beiden eintauchen zu lassen. Die positive Verwandlung der beiden Protagonisten ist deutlich im Laufe der Geschichte zu erkennen.
Das gesamte Buch mit allen Höhen und Tiefen ist so unsagbar tiefgründig und emotional geschrieben und hat mich persönlich sehr zum Nachdenken angeregt.

Sollte sich nicht jeder von uns eine Liste mit zehn Herzenswünschen aufschreiben, die wir im Laufe unseres Lebens abarbeiten? Sollte nicht jeder von uns das tun, wonach ihm ist? Sollte nicht jeder von uns einfach leben?

Für mich ist es jetzt schon ein Highlight des Jahres.
Diesem Buch würde ich am liebsten 10 Eselsohren geben, so wunderschön war es.
5/5 Eselsohren für „Wir fliegen, wenn wir fallen“.

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[Rezension] Isabella Muhr – Eisblumenzauber

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Autorin: Isabella Muhr
Genre: Roman
Verlag: Forever
Seiten: 220 (Print Ausgabe);
Dateigröße: 2051KB
Format: Kindle Edition

Zum Inhalt:
Ella und Ralf kennen und lieben sich seit ihrer Teenagerzeit. Der Höhepunkt dieser Bilderbuchbeziehung heißt Sophia und ist fast ein Jahr alt, als Ellas und Ralfs Ehe in eine gefährliche Krise gerät. Denn Ralf hat Ella betrogen. Was Ella zunächst erfolgreich verdrängen konnte, bricht nach einem aufwühlenden Gespräch mit ihren Freundinnen unerwartet heftig wieder hervor und die junge Mutter muss sich eingestehen: Sie hat durch Ralfs Seitensprung nicht nur das Vertrauen in ihn, sondern auch in sich selbst verloren. Gott sei Dank hat Ella ihre beste Freundin Linda in dieser schweren Zeit an ihrer Seite. Doch aller Unterstützung zum Trotz kann nur Ella selbst entscheiden, ob sie am Ende mutig genug ist, um ihre Ehe zu kämpfen …

*

„Eisblumenzauber“ ist der dritte Teil der Blumenzauber-Reihe. In diesem Buch lernen wir Ella und ihren Mann Ralf etwas näher kennen. Beide kennen und lieben sich seit ihrer Teenagerzeit. Mittlerweile sind sie verheiratet und haben eine bezaubernde Tochter.
Doch ihre Ehe steckt in einer tiefen Krise…

Das Cover ist sehr schön und verträumt gestaltet, es passt perfekt in die Reihe der Blumenzauber-Bücher. Im Verlauf des Buches erfährt man als Leser, was es mit den Eisblumen auf sich hat.
Isabella Muhr schreibt in einem sehr flüssigen, angenehmen Schreibstil. Ich war sofort mittendrin in der Geschichte und die Seiten flogen nur so dahin.
„Eisblumenzauber“ ist ein wunderschönes Buch über die Liebe, Freundschaft und so vielen Missverständnissen. Es ist gefühlvoll und emotional erzählt, dass man sich als Leser perfekt hineinversetzen kann und konstant mit den Protagonisten mitleidet oder sich mit ihnen freut.
Zeitsprünge lockern das Ganze etwas auf und machen es wiederum spannender und interessanter.
Die Charaktere dieses Buches sind sehr realistisch und authentisch gestaltet. Man hat bei allen das Gefühl, es sind die normalen Menschen von nebenan mit Problemen, mit denen jeder zu kämpfen hat.
Die wichtige Message, die ich aus diesem Buch herauslesen kann, ist, dass es sich immer lohnt, für etwas zu kämpfen.

Na, ist euer Interesse geweckt? Dann schaut doch mal HIER.

„Eisblumenzauber“ bekommt von mir 5/5 Eselsohren:

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[Rezension] Karin Koenicke – Warum Engel nie Mundharmonika spielen

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Autorin: Karin Koenicke
Genre: Roman
Verlag: Verkauf durch Amazon Media EU S.à r.l.
Seiten: 336 (Print Ausgabe);
Dateigröße: 1693KB
Format: Kindle Edition

Zum Inhalt:
Im Himmel herrscht höllische Aufregung!
Grund dafür ist der alljährliche „Euromission Schutzengel Contest“, für den ein Engel ausgewählt werden muss. Es erwischt ausgerechnet den himmlischen Organisten Pasiel, der lieber weiterhin Musik machen würde, statt ins winterliche London hinabzufahren.
Im Gegensatz zu ihm hat sein Schützling, eine junge Tätowiererin, mit Klassik nichts am Hut. Als toughe Großstädterin kommt sie auch mit den härtesten Kunden zurecht. Doch dieser altmodisch anmutende Organist, der sich um eine Stelle in ihrer Rockband bewirbt, verwirrt sie. Obwohl er ihr etwas weltfremd erscheint, ist sie von seiner Leidenschaft für Musik fasziniert.
Warum ist er so anders als alle Männer, die sie kennt?

*

Das Cover ist ein Traum. Es ist so wunderschön gestaltet, dass man direkt Lust bekommt, dieses Buch zu lesen.
Der Schreibstil ist sehr locker und leicht, sodass man die Geschichte flüssig durchlesen kann. Karin Koenicke schafft es, ihre Leserinnen und Leser durch sowohl humorvolle, als auch ernste Themen in den Bann dieses Buches zu ziehen. Die Schauplätze des Geschehens sind – im wahrsten Sinne des Wortes – himmlisch beschrieben. Man fühlt sich direkt in das winterliche London versetzt.

Edwina, einer der Hauptcharaktere, mochte ich von Anfang an. Eine sympathische, ehrliche junge Frau, die im Laufe des Buches eine großartige Entwicklung durchläuft.
Pasiel, der zweite Hauptcharakter, lebt – verschrien als Musicus – im himmlischen Reich. Als Schutzengel soll er nun auf die Erde zurückkehren und über Edwina wachen.
Es entwickelt sich eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen beiden, die sämtlichen Höhen und Tiefen des Lebens standhalten muss.
Pasiels Art, sich um Edwina zu sorgen, ist so ehrlich und aufrichtig, dass einem als Leser glatt die Luft wegbleibt. Karin Koenicke entführt den Leser in eine Liebesgeschichte der anderen Art. Auch die Musik kommt in diesem Buch nicht zu kurz, klassische Musik und moderne Rockmusik bringen sich ideal in Einklang.

*

Fazit:
Eine himmlische Liebesgeschichte, mit einer Prise Humor, Musik und wundervoll ausgearbeiteten Protagonisten. Ein Muss für jeden Leser, der sich gerne einmal verzaubern lassen möchte.

Wenn ihr Lust habt, schaut doch einfach mal HIER vorbei.

„Warum Engel nie Mundharmonika spielen“ bekommt von mir 5/5 Eselsohren

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Drehstart für „Abgeschnitten“

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                                               Bildquelle: http://www.sebastianfitzek.de

 

Ein Traum vieler Fans wird wahr: „Abgeschnitten“ von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos wird verfilmt. Die ersten Szenen wurden in Nassenheide, im Norden Brandenburgs gedreht.

Moritz Bleibtreu und Lars Eidinger in den Hauptrollen.

Die Handlung dreht sich um den Gerichtsmediziner Dr. Paul Herzfeld, der von Moritz Bleibtreu gespielt wird. Dieser findet eine Kapsel im Kopf einer schwer verunstalteten Leiche. Seine Vermutungen bestätigen sich, als er aus der Kapsel ein Stück Papier zum Vorschein bringt, auf das nur eine Telefonnummer und der Name von Herzfelds Tochter Hannah geschrieben stehen. Herzfeld ist klar, dass seine Tochter entführt wurde und er alles dafür tun wird, um sie wieder in seine Arme zu schließen.

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[Gewinnspiel] Natalie Schauer

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Wie bereits angekündigt, gibt es ein kleines Gewinnspiel von Natalie und mir.
Natalie hat zwei von ihren Büchern und ein Buch aus dem LYX-Verlag gesponsort,
vielen lieben Dank dafür 🙂

Gewinnen könnt ihr:
Paket A) „Zerrissen“ von Natalie Schauer + Goodies
Paket B) „Liebestanz“ von Natalie Schauer + GoodiesPaket C) „Küsst Du noch oder beisst Du schon?“ von Katie MacAlister + Goodies

Über ein „Follow“ würde ich mich sehr freuen.
Schreibt mir einfach in den Kommentaren, welches Paket ihr gerne gewinnen möchtet.
Es wird drei Gewinner geben.

Das Gewinnspiel startet mit Veröffentlichung dieses Posts und endet am Dienstag, 24.01.17 um 20:00 Uhr.
Teilnahme nur innerhalb Deutschlands.
Der oder die GewinnerIn erklärt sich mit der Veröffentlichung des Namens einverstanden. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.

Viel Glück !

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[Rezension] Janine Dudzik – Das Lied der Stille

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Autorin: Janine Dudzik
Genre: Roman
Verlag: Verkauf durch Amazon Media EU S.à r.l.
Seiten: 210 Seiten (Print Ausgabe);
Dateigröße: 2101KB
Format: Kindle Edition

 

Zum Inhalt:
Wenn Amy zu singen begann, dann war das Balsam für die Seele. Wundervoller als jeder Vogel, bezaubernder als jede Musik. Wie leichter Regen am heißen Sommertag oder wie das Lachen eines Kindes. Es war so liebreizend wie nichts Anderes auf der Welt.
„Warum siehst du mich so an?“, fragte sie mich auf einmal.
Ich lächelte nur und zog sie in meine Arme. Als sie anfing zu weinen, strich ich ihr beruhigend durchs Haar.
„Ich verspreche dir, dass alles gut wird!“, versicherte ich ihr.
Ja, wenn Amy sang, war das unvergleichlich. Nur, dass ich der Einzige war, der sie hören konnte.
Amy ist ein ganz gewöhnliches Mädchen. Wäre da nicht die Tatsache, dass sie stumm ist. Als sie sich in den beliebten Jungen Finn aus ihrer Klasse verliebt, ändert sich alles. Finn versteht sie besser, als die beiden es sich vorstellen können. Die Welten der beiden sind voller Geheimnisse, die sie in einem waghalsigen Abenteuer in einer fremden Stadt zu lüften versuchen. Noch ahnen sie nichts von der Gefahr, die dort auf sie wartet.

*

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Passender hätte man es zu Inhalt und Titel nicht wählen können. Außerdem spiegelt es die verträumte Art und Weise wider, in der die Geschichte geschrieben ist.
„Das Lied der Stille“ beschreibt im Perspektivenwechsel eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen zwei Teenagern, die in ihrem jungen Leben bereits Einiges erlebt haben, sicher aber trotzdem nicht entmutigen lassen und immer weiter kämpfen.

Janines Schreibstil ist sehr locker und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und total sympathisch und realistisch. Ebenso gibt es Charaktere, die durch ihre schreckliche Art bestechen.

Durch den Perspektivenwechsel kommt gute Spannung auf. Man fiebert mit den einzelnen Personen mit und kann sehr gut nachvollziehen, was sie denken und wie sie handeln werden. Außerdem ist so die Möglichkeit gegeben, Finns und Amys Gedanken getrennt voneinander zu betrachten und man bekommt sehr schön mit, wie sie nach und nach zu einer Einheit werden.

Der kleine Fantasyteil in dieser Geschichte gibt dem Buch den letzten Schliff.

Zum Schluss hin hatte ich leider das Gefühl, als müsse das Buch unbedingt enden. Einige Passagen wirkten auf mich sehr schnell erzählt, ein paar Highlights der Geschichte kamen für meinen Geschmack zu kurz.

Insgesamt kann ich allerdings sagen, dass es eine tolle, mit Magie gespickte Geschichte ist, in der die Romantik nicht zu kurz kommt.
Absolute Leseempfehlung meinerseits.Seid ihr auf den Geschmack gekommen? Dann schaut doch mal HIER.

„Das Lied der Stille“ bekommt von mir 4/5 Eselsohren

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[Autorenvorstellung] Natalie Schauer

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Natalie Schauer wurde am 20.11.1985 in Niederbayern geboren. Sie hat in München, Wiesbaden, Neuseeland und Serfaus gelebt und gearbeitet.

Nach einer Ausbildung zur Hotelfachfrau und ihrem Auslandsaufenthalt in Neuseeland, begann sie 2010 mit dem Schreiben von Sachtexten, welche sie auf dem Online Portal „Suite101“ veröffentlichte. Schnell entwickelte sich eine große Leidenschaft und Natalie schrieb mehrere Romane und Kurzgeschichten, die nun nach und nach veröffentlicht werden.
Ihr Erstlingswerk „Kein Weg zurück“ – eine Kurzgeschichtensammlung – handelt von schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen.

Ein weiteres Buch von ihr heißt „Irihapeti sucht die Liebe“.
Eine witzige, leichte und aufmunternde Story zum Valentinstag am 14. Februar:
Irihapeti hat eine schwere Aufgabe vor sich, denn Feen sind am Valentinstag für das Glück der Menschen verantwortlich. Doch die übergewichtige und launische Fee vermasselt diese Aufgabe Jahr für Jahr, denn sie ist nicht nur schlecht gelaut, faul und mit sich unzufrieden, nein, die Menschen gehen ihr auch noch tierisch auf die Nerven.

Natalie liebt es, hinter die Kulissen und Fassaden der heilen Welt zu blicken. In ihren Büchern geht es um die ungeschminkte Wahrheit. Um die tiefe Dunkelheit in jedem Menschen.

Ein Buch von ihr, was ich euch ans Herzen legen möchte, ist „Zerrissen“.
Ich durfte dieses Buch lesen und rezensieren. Eine herzzerreißende Geschichte, mit viel Spannung. HIER geht es zu meiner Rezension.

Eine Leseprobe zu ihrem neusten Werk „Sam – Bittere Rache“ könnt ihr hier lesen:

Langsam kam Sam wieder zu sich. Sie hatte stundenlag wie weggetreten auf dem Fußboden ausgeharrt und wippte nur vor und zurück. Sie hatte solche Angst. Wie sollte es da draußen weiter gehen? Wie sollte sie sich rächen? Sie war verzweifelt, doch ihre Kräfte schienen wieder zu kommen. Sie fühlte sich besser. Ein wenig zumindest. Es war Nacht geworden und sie wollte es erneut versuchen. Sie musste hier weg. Früher oder später würden sie sie finden. Das war ganz sicher. Sie atmete tief ein und öffnete erneut die Tür zur Freiheit. Nun war es viel ruhiger als am Nachmittag. Ihr Herz raste, doch sie war stark genug. Kein Mensch war zu sehen und es fuhren nur wenige Autos. In der Dunkelheit würde sie sich sicher bewegen können. Sie würde genau das machen, was sie sich schon so lange ausgemalt hatte. Dass sie in Berlin war, wusste sie von Bernie. Ganz in der Nähe gab es eine U-Bahn Station. Sie sah das Schild und eilte darauf zu. Immer wieder sah sie sich um, doch keiner folgte ihr. Leise schlich sie die Stufen hinunter und fand sich auf einem leeren Bahnsteig wieder. Die Anzeige zeigte 33 Minuten Wartezeit an. Sie checkte den Zug-Plan, der hinter einer Glasscheibe hing und stellte fest, dass diese Bahn ins Zentrum fuhr. Genau dorthin wollte sie. Nervös trat sie von einem auf das andere Bein. Die Minuten zogen sich hin. Immer wieder schielte sie auf die Anzeige. Es waren immer noch 26 Minuten. Verdammt, die Zeit verging einfach nicht! Dann hörte sie Schritte und Gelächter. Sie zuckte zusammen und sah sich um. Sie erblickte drei Jugendliche, die sie misstrauisch beäugten. Schnell sah sie in die andere Richtung und das Interesse der drei lenkte sich wieder auf ein Smartphone, auf dem irgendetwas lief. Erleichtert ging sie so weit nach vorne wie möglich. Nach einer gefühlten Ewigkeit spürte sie den Wind der anfahrenden Bahn und hörte das Quietschen der Räder. Endlich! Sie stieg ein und atmete erleichtert auf. Die Bahn war nicht besonders voll, sodass sie einen Sitzplatz fand. Sechs Stationen, dann würde sie im Stadtzentrum sein. Sam schloss die Augen und atmete tief ein und aus. Sie dachte an ihre Familie, die tot war. Allesamt. Bernie hatte ihr den Artikel vom Selbstmord ihrer Eltern in der Zeitung gezeigt und sie den Fernsehbericht schauen lassen. Damals konnte sie es nicht glauben,  nicht verstehen. Wie konnten sie sie alleine lassen? Jetzt kam sie doch wieder zurück! Es war zu spät. Sie war die Einzige, die übrig geblieben war. Sie und ihre Rache.

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Wer auf Natalies Blog vorbeischauen möchte, kann dies hier tun:
http://natalieschauer.blogspot.de/

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