[Rezension] Maya Shepherd – Über alle Grenzen

IMAG3333Autorin: Maya Shepherd
Genre: Roman
Verlag: Sternensand Verlag
Format: Kindle Edition
Seiten: 544 (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 25.08.2017

Zum Inhalt:

Eine Liebe, die sich über jedes Hindernis hinwegsetzt. Eine Liebe, die unter die Haut geht. Eine Liebe, die keine Grenzen kennt. Wörter, Zahlen und Sätze zieren Annas Körper. Dort, wo niemand sie sieht. Unauslöschbar sind sie in ihre Haut geritzt. Sie bleiben für immer und verschwinden nicht einfach wie ihr Vater, der ihre Mutter für eine Jüngere verlassen hat. Yasin kommt aus dem Kosovo. Wie viele Flüchtlinge sucht er in Deutschland Schutz, in der Hoffnung auf ein neues, sicheres Leben. Er spricht fließend Deutsch und trotzdem hört ihm niemand zu. Niemand sieht ihn. Bis er Anna begegnet. Das traurige und verschlossene Mädchen ist der erste Mensch, der ihn als Person und nicht nur als Flüchtling sieht.

 

Meine Meinung:

Anna und Yasin – Zwei außergewöhnliche Menschen, die durch ihre Vergangenheit und Erfahrungen Eins werden.

Maya Shepherd spricht in diesem Buch Themen an, die aktueller und brisanter nicht sein könnten. Dies tut sie allerdings mit sehr viel Feingefühl. Ihr Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu verstehen. Ich bin von Anfang an wunderbar in die Geschichte reingekommen und konnte das Buch nur sehr schwer aus den Händen legen.

Auf der einen Seite lernen wir Yasin kennen, den jungen Mann, der mit seiner Familie aus dem Kosovo flüchtet und in Deutschland für alle nur „der Flüchtling“ ist.

Man erfährt einiges über ihn, seine Familie und die gefährliche Flucht nach Deutschland.

Klar, man kennt Vieles aus den Medien, aber Maya Shepherd beschreibt es so detailreich und realistisch, dass man wirklich das Gefühl hat, dabei zu sein.

Ich mochte Yasin von Anfang an. Trotz sämtlichen Beleidigungen und Demütigungen seiner Mitschüler bleibt er stehts ruhig und freundlich. Man hört nie ein böses Wort von ihm.

Auf der anderen Seite haben wir Anna, die nach der Trennung ihrer Eltern mit ihrer Mutter nach Köln zieht. Dort ist sie ganz alleine, kennt niemanden und leidet extrem unter der Trennung. Der Schmerz frisst sie von innen auf und man hat das Gefühl, Anna zerbricht an dieser Situation.

Auch hier behandelt Maya Shepherd das Thema „Ritzen“ sehr feinfühlig. Ich finde es toll und wichtig, dass dieses Thema angesprochen wurde, da es leider sehr oft totgeschwiegen wird.

Anna und Yasin lernen sich mit der Zeit besser kennen. Sie geben sich gegenseitig Halt, stützen sich und sind füreinander da. Ich finde es wundervoll, wie diese Geschichte sich entwickelt.

Maya hat es geschafft, ein Buch zu schreiben, in dem man sämtliche Gefühle mit den Protagonisten durchlebt.

Ich möchte nicht zu viel über den Inhalt verraten, daher sage ich einfach nur:

„Über alle Grenzen“ ist ein wundervolles Buch über Ängste, Freundschaft, Trauer, Vertrauen und die ganz große Liebe. Für mich definitiv eins meiner Jahres-Highlights.

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